Andacht April 2018


Monatsspruch für April


Jesus Christus spricht: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesendet hat, so sende ich euch!

Liebe Gemeinde!
Jetzt fahren sie wieder. Wenn die Temperaturen milder werden, die Tage länger und die Natur zum Leben erwacht, dann herrscht auf unseren Straßen an den Wochenenden lebhafter Verkehr: Autos, Motorräder, Radfahrer. Alle sind nach dem langen Winter luft- und sonnenhungrig und wollen möglichst viel vom Frühjahr mitbekommen. Das Freizeitverhalten spiegelt dabei den gesamten Lebensstil vieler Menschen wieder: immer unterwegs, immer auf der Suche nach etwas, was sie vielleicht selbst nicht so genau benennen können.

Ähnlich unruhig erleben wir die Jünger Jesu nach dessen Tod. Mit dem Verlust ihres Herrn und Meisters haben sie den Sinn und die Ausrichtung für ihr Leben verloren. Nach einer kurzen Schockstarre schwirren sie aus in alle möglichen Richtungen: zurück in ihr altes Leben oder auf der Suche nach einem neuen Lebensinhalt. „Wir hofften, er sei es, der Israel erlösen werde“, erklären zwei von ihnen, die auch unterwegs sind, einem dritten Unbekannten, der sich zu ihnen gesellt. Diese Hoffnung haben sie verloren, und mit ihr das Ziel für ihr Leben.

Sie haben noch nicht realisiert, dass Jesus auferstanden ist. Doch der Auferstandene ist in der Gestalt des Fremden schon mit ihnen unterwegs und auch mit denen, die sich in andere Richtungen aufgemacht haben. Er sucht die Begegnung mit ihnen. Er sammelt sie um sich und gibt sich ihnen als der Lebendige zu erkennen. Er lässt durch seine Nähe und Zuwendung Frieden in ihr Herz einkehren.
Die Osterbotschaft ist genau wie die Weihnachtsbotschaft eine Friedensbotschaft: Der Friede auf Erden beginnt im Herzen eines jeden Einzelnen, wenn wir die Nähe des lebendigen Herrn spüren. Auf unseren Ostergottesdiensten etwa liegt, wie auf allen Gottesdiensten, die Verheißung, dass der lebendige Herr selbst gegenwärtig ist und unsere Herzen anrührt.

Lassen sie sich von seiner Nähe berühren und mit seinem Frieden erfüllen. Die Nähe des auferstandenen Herrn lässt unser Herz zur Ruhe kommen. Aber diese Ruhe ist keine Friedhofsruhe, sondern eine dynamische Kraft. Die Jünger bekommen nicht den Anweisung, sich nun in Jerusalem und in ihrer Freude über Jesu Auferstehung gemütlich einzurichten. Nein, sie bekommen einen Auftrag: nämlich die Botschaft, dass Jesus lebt, in alle Welt zu tragen. Schon bald machen sie sich auf den Weg, aber diesmal nicht planlos, sondern zielgerichtet.

Solche Ausrichtung schenkt uns der Auferstandene auch für unser Leben. Wir sollen die Botschaft, dass er der Herr ist, weitertragen: in Wort oder Tat, je nach unseren Begabungen. Der, den Jesus sendet, hat zwar auch Anspruch auf Erholung und Entspannung in Gottes schöner Natur. Aber er ist befreit von allem ziellosen Suchen, weil ihn der Auferstandene schon längst gefunden hat.

Es grüßt Sie herzlich
Ihre Pfarrerin Hartmann

Losungen des Tages

HERR, behüte meinen Mund und bewahre meine Lippen!

Psalm 141,3

Gebt acht: dass die Freiheit nicht zu einem Vorwand für die Selbstsucht werde, sondern dient einander in der Liebe!

Galater 5,13

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