Andacht Mai 2018



Monatsspruch für Mai


Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht dessen, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. (Hebräer 11, 1; Monatsspruch für Mai)



Liebe Gemeinde!
In diesen Tagen finden in vielen Gemeinden, wie auch in unserer, die Konfirmationen statt. Jugendliche, die im Kindesalter getauft wurden, werden konfirmiert. Als kleine Kinder verstanden sie noch nicht, was mit ihnen geschah. Zur Taufe aber gehört der Glaube. Damit die Getauften in den Glauben hineinwachsen können, gibt es Konfirmandenunterricht und Konfirmation. Sie soll eigentlich die persönliche Entscheidung für den Glauben darstellen, den Glauben befestigen, wie das Wort „Konfirmation“ wörtlich übersetzt heißt. Aber wer hat schon im Konfirmandenalter einen so festen Glauben, dass er sich dafür entscheiden kann, ein ganzes Leben daran festzuhalten? Ja, bei welchem Erwachsenen sieht der Glaube so aus, wie er im Hebräerbrief beschreiben wird: eine feste Zuversicht und ein Nichtzweifeln. Viele sind dem christlichen Gedankengut entfremdet und wissen gar nicht mehr so genau, woran sie glauben. Andere versuchen es ernsthaft, haben aber auch Zweifel.
Im Hebräerbrief werden Vorbilder des Glaubens beschrieben, Menschen, die wir aus dem Alten Testament kennen, und es sind Menschen wie Sie und ich, Gott sei Dank: Abraham, Isaak und Jakob etwa. Menschen, die hin und wieder Höhepunkte des Glaubens erleben. Dann wieder spielt sich ihr Leben und Handeln unendlich weit von Gott entfernt ab. Inwiefern sind sie Beispiele für einen festen Glauben?
Bei der Taufe sprechen Eltern und Gemeinde, stellvertretend für die Täuflinge, das Glaubensbekenntnis, bei der Konfirmation sprechen die Konfirmanden es selber mit. Dieser Brauch verleitet dazu, unter „Glauben“ ein Zustimmen zu bestimmten Sätzen und Wahrheiten zu verstehen. Zu Sätzen, die uns teilweise fremd sind und die viel Grund zum Nachdenken hergeben. Glaube ist jedoch weniger ein „Fürwahrhalten“ als ein Vertrauen, ein Sich-Festhalten. Der Glaube richtet sich nicht auf eine Ansammlung von Wahrheiten, sondern auf eine Person: nämlich auf Gott. Er hat sich in Jesus Christus als unser Helfer und Retter zu erkennen gegeben.
Wer einmal in Not geraten ist, der weiß seinen Retter zu schätzen. Wer etwa als Nichtschwimmer in tiefes Wasser fällt und dann einen Rettungsring zugeworfen bekommt, der wird nicht lange prüfen, wie gut verarbeitet der Ring ist und ob es im Umfeld vielleicht noch bessere gibt. Der wird sich daran festklammern, um nicht unterzugehen. Das bedeutet Glaube: sich an Gott festzumachen, um in den Stürmen des Lebens nicht unterzugehen. In Zeiten der Windstille vergessen wir manchmal, wie wichtig es ist, ihn als Retter zu kennen. Aber wir können uns darin üben, seinen Namen anzurufen und nach seinem Willen zu fragen, nicht nur als Konfirmanden. Dann wissen wir in schwierigen und weniger schwierigen Zeiten, nach wem wir rufen müssen und an wem wir uns festmachen können – und das ist Glaube.


Es grüßt Sie herzlich
Ihre Pfarrerin Hartmann










Foto: pixabay.de

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Johannes 20,21

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