Andacht August / September 2019


Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe.
Mt 10,7
Monatsspruch für August

Wie informieren Sie sich eigentlich über das, was in der Welt so vor sich geht? Bevorzugen Sie knappe Schlagzeilen im Internet, sehen Sie abends die Tagesschau im Fernsehen oder lesen Sie Zeitung? Bei mir wechseln die Informationswege, aber manchmal würde ich am liebsten von allen Neuigkeiten verschont bleiben. Denn selten wird uns über etwas Gutes berichtet. Natürlich werden schlechte Nachrichten bevorzugt gebracht, weil sie mehr Aufmerksamkeit erregen. Aber ich glaube, es gibt einfach auch mehr davon, ob sie nun selbstherrlich handelnde Politiker, unmenschliche Verbrechen oder die Schäden an unserer Umwelt betreffen. Kein Mensch kann die Augen vor all dem verschließen. Aber schlechte Nachrichten im Übermaß entmutigen und lähmen. Wir Menschen brauchen dringend gute Nachrichten, um das Leben mit Tatkraft anzupacken. Wie gut, dass die grundlegende Botschaft unseres Glaubens eine gute Nachricht ist. Denn nichts anderes bedeutet das Wort „Evangelium“: gute Nachricht!

Jesus beginnt seine eigene Wirksamkeit mit einer solchen guten Nachricht. Er verkündet den Menschen genau die Botschaft, die er später mit den Worten unseres Monatsspruchs seinen Jüngern anvertraut: „Das Himmelreich ist nahe!“ In dem Moment, als Jesus aktiv wird und in ihr Leben tritt,
spüren viele Menschen, dass das Himmelreich ihnen nahe gekommen ist. Jesus führt zwar nicht mit einem Schlag den „Himmel auf Erden“ herbei. Aber wo Menschen seine Liebe erfahren, sich von ihm angenommen fühlen, durch ihn geheilt werden, spüren sie mitten in ihrem Leben ein Stück anderer, himmlischer Wirklichkeit. Jesu ganzes Leben war durchscheinend für diese heilsame Wirklichkeit Gottes. Deshalb haben
Matthäus, Markus, Lukas und Johannes ihren jeweiligen Bericht über sein Leben „Evangelium“ genannt.

Heute brauchen Menschen dieses Evangelium, diese gute Nachricht mehr denn je. Nicht nur, weil uns täglich so zahlreiche schlechte Nachrichten erreichen, sondern auch, weil viele diese gute Nachricht nicht mehr kennen und nichts von Jesus wissen. „Geht“, fordert Jesus seine Jünger auf, um die Botschaft unter die Leute zu bringen. Nach seiner Auferstehung wird er sie dazu sogar in alle Welt schicken. Diese Welt aber beginnt vor unserer Haustür, bei den Menschen, die nur noch eine verschwommene Vorstellung vom christlichen Glauben haben.
Lassen wir die gute Nachricht, dass Gott uns in Jesus nahe kommt, hinein in unser eigenes Herz! Lassen wir uns durch das Wissen bestärken, dass der Himmel uns nahe gekommen ist, es zu anderen weitertragen und mit ihnen dafür eintreten, dass nun diese Erde dem Himmel ein Stück näher kommt!

Es grüßt Sie herzlich
Ihre Pfarrerin Hartmann

Losungen des Tages

Er ist aus dem Lande der Lebendigen weggerissen, da er für die Missetat meines Volks geplagt war.

Jesaja 53,8

Gedenkt an den, der so viel Widerspruch gegen sich von den Sündern erduldet hat, dass ihr nicht matt werdet und den Mut nicht sinken lasst.

Hebräer 12,3

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